Kundenkontakt steht auf der Tagesordnung
Ob bezahlter Dienstleister, Therapeut, Retter in allen Lebenslagen oder ganz persönlicher Stylist: Die Aufgaben, mit denen sich Tina als Friseurin Tag für Tag auseinandersetzen muss, gehen weit übers Haareschneiden hinaus, und alle, die sich für diesen Ausbildungsberuf entscheiden, werden bald herausfinden, dass dazu mehr gehört, als an Strähnchen herumzuzupfen und mit Kunden zu plaudern.
Waschen, schneiden, legen...
„In den drei Jahren Ausbildung mit der Wahlqualifikationseinheit „Coloration“ habe ich grundlegende Dinge gelernt, z.B. Typ und Zustand von Haar und Kopfhaut zu beurteilen und dann das passende Produkt auszuwählen, oder auch gesundheitliche Schutzmaßnahmen, die man treffen muss, denn man arbeitet oft mit scharfen Chemikalien. Nach der Gesellenprüfung wurde ich in meinem Ausbildungsbetrieb übernommen und arbeite hier seit zwei Jahren.
Ein normaler Arbeitstag beginnt für mich im Badezimmer. Ich verbringe einige Zeit damit, mich zu schminken und selbst zu frisieren, schließlich repräsentiert jeder Mitarbeiter mit seinem Äußeren den Salon, der selbstverständlich auch in einem tadellosen Zustand sein muss. Darum besteht morgens die erste Aufgabe darin, den Salon auszufegen, die Waschbecken und Spiegel zu wischen und Bürsten, Shampoos, Farb- und Stylingprodukte bereitzustellen.
Dann tauchen die ersten Kunden auf. Für heute sind einige Termine geplant, wir füllen unseren Zeitrahmen aber bewusst nie komplett aus, weil immer wieder Leute spontan vorbeikommen und es „rundherum kürzer“ möchten. Über den Tag klingelt ständig das Telefon, Termine müssen geplant, koordiniert und die Kundenkartei gepflegt werden. Dabei muss man ein gutes Gedächtnis unter Beweis stellen, was Stammkunden, ihre bevorzugten Produkte und Abläufe angeht.
Über den Tag wasche ich Haare, schneide und färbe sie und gestalte Frisuren. Wenn zwischendurch eine Tönung einwirkt, kann ich den Wartenden Getränke und Zeitschriften anbieten, dann drehe ich schon wieder Lockenwickler auf. Eine Kundin möchte zusätzlich zur neuen Frisur ein passendes Make-up, was genau wie Maniküre auch zu unserem Angebot gehört, außerdem verkaufen wir Kosmetikartikel und Haar- und Hautpflegemittel.
Die Mittagspause ist zeitlich eingeteilt, so dass jeder von uns mal durchschnaufen kann, aber natürlich muss man flexibel sein und kann nicht alles stehen und liegen lassen, wenn ein Kunde noch betreut werden muss. Mit Feierabend darf man es besonders in der Zeit vor Feiertagen nicht zu genau nehmen, weil dann viele Leute noch spontan einen Termin machen. Auch am Wochenende muss man Opfer bringen:Unser Salon hat Samstags geöffnet, dafür ist Montag mein freier Tag.
Am Ende des Tages wird die Abrechnung gemacht, neue Produkte müssen bestellt und die Arbeitsgeräte gereinigt werden.















interessan.. aber ob das wirklich wichtig ist...