Arbeitsrecht: WM 2010

23.06.2010, 11:35 Uhr

Arbeitsrecht: WM 2010 WM 2010: Auch während der Arbeitszeit?

Während der Fußball WM wird auch der hartgesottenste Fußballgegner zum Fan. Viele Spiele finden allerdings während der Arbeitszeit statt. Was ist arbeitsrechtlich im Büro erlaubt, und was nicht?

Urlaub nehmen

Am einfachsten ist es, sich für den Tag eines wichtigen Spiels Urlaub zu nehmen. Der Arbeitgeber ist aber nicht verpflichtet, diesen Urlaub auch zu geben. Sollte die Auftragslage beispielsweise gerade keinen Urlaub erlauben, müssen Angestellte im Büro erscheinen. Wer trotzdem zum Spiel geht, riskiert seinen Job. Beantragt man an mehreren einzelnen Tagen Urlaub, kann der Chef diesen ebenfalls ablehnen. Urlaub dient normalerweise der Erholung und sollte deshalb am Stück genommen werden. Wer allerdings frühzeitig den Urlaub einreicht oder Kompromisse mit weniger interessierten Kollegen schließt, bekommt in der Regel keine Probleme.

WM im Büro

Ist ein Urlaubstag nicht drin, möchte man das Spiel natürlich am liebsten live im Büro schauen. Ob das möglich ist, entscheiden aber vor allem die Art der Tätigkeit und der Chef. Als Faustregel gilt: Fernseher nein, Radio ja. Für einen Mitarbeiter im Kundenkontakt kann aber selbst das Radio zu viel sein. Wer das Spiel ohne Erlaubnis per Live-Stream im Netz verfolgt, riskiert eine Abmahnung. 90 Minuten dauersurfen ist nämlich auch für den tolerantesten Chef zu viel.

Kriegsbemalung und Alkohol

Die oberste Faustregel am Arbeitsplatz ist, dass die Arbeit durch das Verhalten eines Mitarbeiters nicht beeinträchtigt werden darf. Alkohol am Arbeitsplatz ist zwar nicht grundsätzlich verboten, aber in vielen Verträgen ist ein solches Verbot bereits enthalten. Genehmigt der Chef ein Bier zum Spiel, muss der Alkoholgenuss im Rahmen bleiben. Danach soll schließlich weiter gearbeitet werden. Für Mitarbeiter ohne Kundenkontakt spricht auch nichts gegen Trikot und aufgemalte Flagge. Für andere Berufsgruppen, wie zum Beispiel Banken, gehört ein seriöses Auftreten allerdings zum Job. Hier besser auf die Kriegsbemalung verzichten

Gespräche mit Chef und Betriebsrat

Um Konflikte zu vermeiden, sollte man am besten vorher mit der Geschäftsleitung abklären, was während der WM erlaubt ist und was nicht. Manche Chefs schätzen es sogar, ein Spiel gemeinschaftlich in der Mittagspause anzuschauen. Zufriedene Mitarbeiter sind schließlich auch die besseren Mitarbeiter.

Bildquelle: gettyimages

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1 Kommentar
von: LittleGirlxX, am: 25.07.2010, 13:07h

Zum Glück arbeite ich noch nicht ;)

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