Finanzen im Job regelnDer erste Tag am neuen Arbeitsplatz

Mit dem ersten eigenen Job übernimmt man nicht nur ein volles Gehaltskonto am Monatsende, sondern auch eine Menge Eigenverantwortung. Was es alles zu beachten gibt, welche Versicherungen wichtig und welche Vorsorgen von eher minderer Priorität sind, erfahrt Ihr hier!

Der erste Tag

Gleich zu Beginn des neuen Jobs solltet Ihr Lohnsteuerkarte, Kontonummer und eine Bescheinigung Eurer Krankenversicherung auf der neuen Arbeitsstelle vorlegen. Die Lohnsteuerkarte erhält man im zuständigen Finanz- oder Bürgeramt. Eine Altersvorsorge wird von vielen Unternehmen erst nach ein paar Jahren erfolgreicher Bestandszeit gewährleistet. Da diese aber sehr wichtig ist, solltet Ihr Euch frühzeitig um eine private Vorsorge bemühen.

Ebenfalls interessant gestaltet sich die Frage nach vermögenswirksamen Leistungen. Was das ist? Vermögenswirksame Leistungen sind eine vom Unternehmen angebotene Sparform, die vom Arbeitnehmer aus Unwissenheit jedoch oft nicht genutzt wird. Je nach Branche und Tarif zahlt der Arbeitgeber zwischen sechs und 40 Euro in eine Vermögensanlage, wie etwa Fondssparpläne, Bausparverträge oder Versicherungen ein. Die Einzahlungen laufen über insgesamt sieben Jahre und werden dem Angestellten danach frei zur Verfügung gestellt. Der Arbeitgeber ist zu dieser Zahlung allerdings nicht verpflichtet. Zahlt er nur einen Teil, muss der Rest vom Arbeitnehmer ergänzt werden.

Finanzmanagement

Beim ersten (und auch späteren) Umgang mit den eigenen Finanzen gilt vor allem eines: Überflüssige Kosten vermeiden! Der Arbeitsbeginn hält gleich mit einem wichtigen Aspekt Einzug: Optimiertes Wirtschaften mit den eigenen Finanzen. Als oberste Maxime für Berufseinsteiger hat Tom Friess, Finanzplaner und Geschäftsleiter des Vermögenszentrums in München, die Devise "Bloß nix überstürzen" ausgegeben: "Berufseinsteiger müssen in Sachen Sparen in den ersten sechs bis zwölf Monaten nicht viel mehr unternehmen, als einfach nur ihr neues Leben zu leben - und zu schauen, was sie so monatlich an Geld für ihren normalen Bedarf brauchen."

Versicherungen

Versicherungen bilden einen sehr wichtigen Teil der neu gewonnenen Situation! Dies verdeutlicht der Paragraph 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB): „Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatze des daraus entstehenden Schadens verpflichtet“.

Ihr seid also laut Gesetz zum unbegrenzten Ersatz aller Sach- und Personenschäden, die Ihr verursacht, verpflichtet! Ihr haftet unbegrenzt mit Eurem gesamten Vermögen – wenn es sein muss ein Leben lang! Um sich gegen dieses Risiko abzusichern und im Schadensfall nicht vor dem finanziellen Scherbenhaufen zu stehen, sollte eine private Haftpflichtversicherung oberste Priorität genießen.

Auf eigenen Füßen stehen…

…ist als Jobeinsteiger gar nicht so einfach. Viel Neues, was früher selbstverständlich und auf den ersten Blick unrelevant war, rückt nun in den näheren Fokus. Wenn Ihr die vorigen Tipps beachtet und unnötige Kosten im Privatbereich meidet, seid Ihr aber schon mal auf dem richtigen Weg und hoffentlich noch weit von der ersten persönlichen Finanzkrise entfernt! Wer sich monatliche Rücklagen bildet, steht mit einer defekten Waschmaschine oder neuen Bremsbelägen nicht gleich in den Miesen. Mit Hilfe von vermögenswirksamen Leistungen könnt Ihr, in Abhängigkeit des Unternehmens, nach Ende der Laufzeit auf eine beachtliche Menge Geld zurückgreifen. Bei Studienkrediten und BAföG gilt die Maxime: Je eher desto besser! Bei frühzeitiger Rückzahlung werden Rabatte von bis zu 50 Prozent eingeräumt. Mit ein wenig Eingewöhnungszeit und Selbstdisziplin schafft Ihr den Sprung über die neuen Job- und Lebenshürden bestimmt!

Hier noch mal eine Checkliste für den ersten Arbeitstag:

1. Lohnsteuerkarte besorgen
2. Kontodaten und Krankenkassenbescheinigung
3. Sozialversicherungsnummer bereithalten
4. Private Haftpflichtversicherung abschließen
5. Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen
6. Vermögenswirksame Leistungen in Anspruch nehmen
7. BAföG und Studienkredite zurückzahlen

Bildquelle: Dreamstime.com

Erster Job - erste Finanzkrise?: Was sagst Du Dazu?

Erster Job - erste Finanzkrise?: 2 Kommentare

Erster Job - erste Finanzkrise? wurde bereits 2 mal kommentiert. Alle Meinungen gibt's hier. Was sagst Du dazu?

Lischen

von: Lischen, am: 4.03.2009, 17:46h

Stimmt! Das mit der privaten Haftpflicht scheint ja auch echt wichtig zu sein, habe auch keine :(

Madonaaaa

von: Madonaaaa, am: 4.03.2009, 16:34h

Danke für die vielen Tipps! Finde ich echt hilfreich mal alles auf einen Blick zu haben!

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